Kinder vor der Kamera


Weltweit existieren fast in jedem Haushalt Bilder von Kindern. Selbst in den Familien, in denen nur selten fotografiert wird, findet man Bilder von Kindern. Damit zählen Kinder zu den am meisten fotografierten Motiven. Auch wenn diese Fotos fast ausnahmslos für das Familienalbum gemacht werden, heisst das nicht, dass sie auch nur ausschließlich auf privates, familiäres Interesse stossen. Nahezu jeder erfreut sich an gut gemachten Kinderfotos und das völlig unabhänigig von der Nationalität, der Hautfarbe oder der sozialen Rahmenbedingungen unter denen die Kinder aufwachsen. Nicht zuletzt setzt auch die Werbebranche gerne ein strahlendes Kinderlachen für die verkaufsförderung ihrer Produkte ein. Damit will ich jetzt aber keineswegs der kommerziellen Ausschlachtung Ihrer eigenen Kinder das Wort reden, vielmehr soll es nur ein Indiz für die allgemeine Beliebtheit von Kinderbildern sein.

 

Aber gute Kinderbilder zu machen ist nicht ganz einfach! Wenn man mal vom Säuglingsalter absieht, haben auch Kinder ihren eigenen Kopf. Sie spielen, lachen, weinen, träumen, sind nachdenklich oder störrisch. Ob man will oder nicht, man wird sich mit ihnen beschäftigen müssen, wenn man will, dass sie sich ablichten lassen. Der oftmals gegebene Ratschlag möglichst schnell und unbemerkt zu agieren, funktioniert bei einem Schnappschuss, für eine ganze Fotoserie taugt der Tipp nichts, denn allzu schnell ist man entdeckt und das war’s dann.  Es ist geschickter, offen die Kamera zu zeigen und sie zum Bestandteil der Interaktion zu machen. Wenn das nicht möglich ist, ist es besser am Rande des Geschehens zu bleiben und mit der nötigen Geduld abzuwarten. Wenn Sie dabei bemerkt werden, beziehen sie die Kinder ein, zeigen sie ihnen die Aufnahme am Display oder versprechen Sie ihnen einen Abzug. Wer sich mit der Absicht trägt, ein Kinderbild zu veröffentlichen, der sollte auf jeden Fall die schriftliche Zustimmung der Eltern einholen.

Von Natur aus sind die meisten Kinder unbekümmert und gesellig. Während sich das einzelne Kind vielleicht noch etwas unbehaglich fühlt, wenn es fotografiert wird, steigt die Selbstsicherheit meist sprunghaft an, wenn es im Kreise von Freunden und Geschwistern ist. Eine solche Gruppe ist in der Regel leicht dazu zu animieren, ein Spiel oder eine kleine Schauspieleinlage aufzuführen, wobei sie dann ganz natürlich auch fotografiert werden können.

Eines sollten Sie jedoch immer beachten: Fotografieren Sie Kinder nicht aus der Perspektive eines Erwachsenen (also im Stehen). Gehen Sie in die Hocke oder legen sich auf den Boden. Bilder von Kindern, aber auch von Haustieren, wirken deutlich besser, wenn sie in Augenhöhe gemacht wurden.

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