Der Horizont in der Landschaftsfotografie

Dem Horizont kommt in der Landschaftsfotografie eine besondere Bedeutung zu. Manchmal liefert er einen entscheideden Beitrag zum Gelingen des gesamten Bildes. Auf dieser Seite stelle ich Ihnen ein Beispiel vor, wie man den Horizont in die Bildgestaltung einbezieht und welche Fehler man dabei vermeiden sollte. Ausgangsbild ist eine Strandaufnahme auf Teneriffa. Besonders reizvoll an der Szene war, dass von Zeit zu Zeit sich eine größere Welle an der Buhne brach und dabei die Gischt hochsprang.

Bei dieser Aufnahme habe ich mich bemüht, die Gischt in etwa im goldenen Schnitt zu platzieren. Leider fällt der Horizont leicht nach links ab. Das ist auf dem Originaldia nicht der Fall, sondern muss beim digitalisieren (scannen) passiert sein. Aber wie sagt eine alte Volksweisheit: “ Nichts ist unnütz, es kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen!“ Wir haben jetzt ein Beispielfoto eines schiefen Horizonts. Mindestens genauso ärgerlich an diesem Foto ist jedoch der langweilig in der Mitte gelegene Horizont. Er macht das Bild statisch und langweilig. Glücklicherweise gleicht der Wellenbrecher dieses Manko ein wenig auf.

 

 

 

Dieser Bildausschnitt verlegt jetzt den Horizont deutlich weiter nach oben und begradigt weitestgehend des- sen Schieflage. Jetzt liegt die Betonung der Bildaussage mehr auf dem Strandleben und bringt mit dem Wellenbrecher ein dramatisches Ele- ment hinzu.

 

 

 

 

 

Foto: Strandleben auf TeneriffaEine weniger geglückte Variante mit dem Horizont im unteren Bilddrittel. Bei dieser Aufnah- me bietet sich diese Aufteilung nicht an, da der Himmel wol- kenlos und damit ebenfalls langweilig wirkt.

 

 

 

 

 

 

Eine andere Variante den Horizont ins obere Bilddrittel zu verlagern, wäre es einen Hochformatausschnitt zu wählen. Ein weiterer Vorteil wäre gewesen, dass der Wellenbrecher noch dominater die Bildaussage geprägt hätte.

Schreibe einen Kommentar