Dateiformate

Für digitale Bilder gibt es eine ganze Reihe von Dateiformaten. Allerdings sind nur wenige davon gebräuchlich. Um diese weit verbreiteten Dateiformate wollen wir uns hier kümmern. Es soll allerdings nicht verschwiegen werden, dass es noch viel mehr gibt.

Datenkomprimierung

Bilddateien benötigen sehr viel Speicherplatz! Aus diesem Grund sind Progammierer schon früh daran gegangen Bildformate zu komprimieren. Diese Komprimierung kann auf 2 verschiedene Arten vorgenommen werden. Als verlustbehaftete oder als verlustfreie Komprmierung. Es liegt auf der Hand, dass bei einer verlustfreien die Einsparung nicht so hoch ausfallen kann, wie bei der verlustbehafteten Komprimierung. Je nach Motiv lassen sich bei der verlustfreien Komprimierung bis zu 30% einsparen.

Dateiformate, die verlustfrei speichern gehören TIFF (Tagged Image File Format), PSD, GIF (Grafik Interchange Format). Das Komprimierungsverfahren mit denen diese Formate bearbeitet werden, wird nach den Entwicklern LZW-Verfahren (Lempel,Ziv und Welch) benannt. Eine Sonderstellung unter den Dateiformaten nimmt die Königsklasse ein: die RAW-Formate! RAW-Formate sind herstellerabhängig und man benötigt spezielle Konverter, damit die Formate gelesen werden können. Seit einigen Jahren gibt es den Vorstoss von ADOBE (der Hersteller von Photoshop) ein einheitliches RAW-Format einzuführen (DNG). Das Digitale Negative Format soll die Flut von proprietären Dateiformaten eindämmen und der Verarbeitungsprozess vereinheitlichen. Bis heute unterstützen aber nur die wenigsten Hersteller diese Bemühungen.
JPEG Dateiformat
Das bekannteste und am meisten verbreitete Dateiformat ist das JPEG-Format (Joint Photographic Expert Group). Dieses Format läßt sich bei fast allen Digitalkameras verwenden und häufig auch in unterschiedlichen Komprimierungsstufen einstellen. Das Verfahren arbeitet allerdings immer verlustbehaftet. Dabei werden die Bildinformationen nach dem DCT-Algorithmus (Diskrete Cosinus Transformation) berechnet. Je nach Komprimierungsstufe gehen auch feinere Strukturen im Bild verloren. Da heute der Speicherplatz nicht mehr der Kostenfaktor ist, sollte man immer mit der geringsten Komprimierungsstufe (größte Dateigröße)arbeiten.

TIFF-Dateiformat
Ursprünglich kommt das TIFF-Format aus der Apple/Macintosh-Welt. Allerdings sind heute auch die meisten Windows-Programme in der Lage dieses Format zu lesen und zu schreiben. Es ist ein verlustfreies Format und produziert recht große Dateien.

BMP-Dateiformat
Der Urvater der Windows-Dateiformate produziert sehr große Dateien. Es findet keine Komprimierung statt, deshalb gibt es auch keinerlei Verluste bei der Speicherung. Mittlerweile führt dieses Format nur noch ein Dasein am Rande. Es spielt weder bei Digitalkameras, noch in der Bildverarbeitung eine Rolle.

GIF-Dateiformat
Das GIF-Format wurde für das Internet definiert. Es produziert sehr kleine Dateien, kann jedoch technisch bedingt auch nur 256 Farben darstellen. Obwohl es verlustfrei komprimiert, ist es aufgrund der wenigen Farben für die Digitalfotografie nicht wirklich geeignet.

Das PSD-Format
Das Photoshop-Format benutzt eine verlustfreie LZW-Komprimierung und erzeugt recht große Dateien. Allerdings lassen sich in diesem Format Photoshop-Ebenen und Alpha-Kanäle mit abspeichern, so dass es das wichtigste Format in der elektronischen Bildverarbeitung geworden ist.

Die RAW-Formate
Die Königsklasse unter den Formate für die digitale Fotografie. Viele Fotografen sprechen vom digitalen Negativ! Zunächst einmal sei erwähnt, dass es RAW-Formate komprimiert oder unkomprimiert gibt. Viele DSLRs lassen beide Speicherarten zu. Aber auch die verlustfreie Komprimierung erzeugt noch recht große Dateien. Das besondere am RAW-Format ist allerdings, das man viele Aufnahmeparameter im nachhinein am PC noch ändern kann. Man kann z.B. nachträglich noch Belichtungskorrekturen vornehmen! Außerdem bieten die meisten RAW-Formate eine höhere Farbtiefe! Der einzige gravierende Nachteil dieses Formats: Man kann die Bilder in diesem Format nur weiterreichen, wenn der Empfänger der Datei ein spezielles Programm besitzt, das genau dieses Format auch lesen kann oder man konvertiert in ein anderes Format!

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