Daguerre, Louis Jacques Mande

Louis Jacques Mandé Daguerre war der Erfinder des ersten vermarktbaren fotografischen Verfahrens, der Daguerreotypie.

Zusammen mit dem Pariser Maler Charles Marie Bouton entwickelte Daguerre 1822 das Diorama, ein Lichteffekttheater mit beidseitig bemalten halbtransparenten Wänden, welches am 11. Juni im selben Jahr noch an einem belebten Pariser Boulevard eröffnet wurde. Durch den Einsatz von wechselhafter Vorder-/Rückbeleuchtung und Projektion mit Hilfe der Camera obscura konnte im Diorama der Eindruck von Bewegung und wechselnder Tageszeit simuliert werden.

Gleichzeitig bschäftigte sich Daguerre mit der Fixierung von Bildern auf lichtempfindlichen Materialien. Er kam damit jedoch nicht recht voran und nahm deshalb Kontakt zu Joseph Nicéphore Nièpce auf, dewr zur gleichen Zeit ebenfalls an dieser Problematik arbeitete. Beide entschlossen sich zur Kooperation. Nièpce starb jedoch 1833 und erlebte den Erfolg Daguerres nicht mehr mit. 1837 experimentierte er mit versilberten Kupferplatten, auf denen ein Positiv abgebildet wurde. Die Methode basierte auf einer Silberjodidschicht, die mit Quecksilberdämpfen behandelt wurde und anschließen mit Kochsalzlösung fixiert wurde. Dieses Verfahren gilt noch heute als Geburtsstunde der Fotografie.

 

Lebzeiten: (* 18. November 1787 in Cormeilles-en-Parisis; † 10. Juli 1851 in Bry-sur-Marne)
Beruf: Maler
Nationalität: Frankreich
Homepage: www.daguerre.de