Bildkorrekturen mit der Gradationskurve

Wenn in einem Bild die grundlegenden Tonwertkorrekturen durchgeführt wurden, aber das Bild immer noch zu hell oder zu dunkel erscheint. Manchmal auch noch etwas flau aussieht, dann schlägt die Stunde der Gradationskorrektur. Die Tonwertkorrektur kann man punktgenau auch ohne Betrachten des Bildes vornehmen. Dies geht bei der Einstellung der Gradationskurve nicht mehr! Hier muss der Fotograf am Bild sehen, welche Auswirkung die Veränderung der Gradationskurve im Bild bewirkt. Daran ersieht man, dass der Umgang mit der Gradationskurve viel Erfahrung braucht. Das schöne an der elektronischen Bildverarbeitung ist es jedoch, dass man nach Herzenslust experimentieren kann. Nur eines sollten Sie sich stets zur Grundregel machen:

Speichern Sie Ihre Originale immer unverarbeitet ab und sichern Sie diese!

Die Bildverarbeitungsprogramme werden immer besser! Wenn Sie mit der heutigen Technik die Probleme eines Bildes nicht in den Griff bekommen, kann das morgen schon anders aussehen.
Ihre Fähigkeiten im Umgang mit der Bildverarbeitungssoftware verbessern sich ständig. Kein Mensch ist in der Lage so komplexe Programme von einen Tag auf den Anderen zu beherrschen.

Zur Veranschaulichung werden wir uns ein Beispiel aus der Praxis anschauen. Hier haben wir es mit einer analogen Vorlage zu tun, die etwas flau aus dem Scanner kam (Bild 1). Darunter (Bild 2) das Bild nach der Bearbeitung mit der dazugehörigen Gradationskurve. Mit einer s-förmigen Kurve erzielt man meist ordentliche Ergebnisse.

Ein Bild vor der Gradationskorrektur
Gradationskurve nach der Korrektur

Bild nach der Korrektur der Gradation
Gradationskurve nach der Korrektur

Die Unterschiede sind deutlich zu erkennen. Machen Sie nicht den Fehler die Manipulation mit der Gradationskurve zu übertreiben. Wie gesagt: Es hat viel mit Fingerspitzengefühl zu tun.

Schreibe einen Kommentar